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7. November 2017

Gartenarbeit: To do-Liste im November

garten november bb

Wenn im Gartenkalender die letzten Blüten zur Neige gehen und der erste Frost meist auch schon eingesetzt hat, ist es nicht mehr zu leugnen: Der Winter hält bald Einzug in den Garten. Doch das heißt nicht, dass im Garten nichts mehr zu tun ist. Welche Gartenarbeiten im November anstehen und wie Sie Ihren Pflanzen am besten beim Überwintern helfen können, zeigen wir Ihnen mit den folgenden Gartentipps.

Das wird im November eingepflanzt

Bei Gartenarbeiten im November dachten Sie zuerst an Frostschutz? Das stimmt – aber trotzdem kann man in dieser Jahreszeit auch noch etwas einpflanzen. Für diese Gewächse ist jetzt die perfekte Pflanzzeit:

Blumenzwiebeln

Narzissen und Tulpen zählen zu den beliebtesten Zwiebelblumen. Wenn der Boden jetzt noch nicht gefroren, also noch offen ist, können Sie auch im November und Dezember noch problemlos Blumenzwiebeln in die Erde setzen. Setzen Sie sie erst später im Jahr ein, blühen sie auch im Folgejahr später. Wenn man dies berücksichtigt, kann man beim Einpflanzen gut variieren und die Blumenzwiebeln und Stauden blühen nacheinander.

Hecken, Ziersträucher und Stauden

Wenn Sie noch Hecken, Ziersträucher und Stauden pflanzen wollen, geht das sehr gut mit wurzelnackten Pflanzen. Sie schlagen noch vor dem tiefen Wintereinbruch Wurzeln und wachsen an. Im Frühjahr wird das spürbar, und sie haben den anderen Pflanzen schon etwas voraus! Das gilt besonders für Stauden und Sträucher, wie zum Beispiel Forsythie oder Hamamelis.

Laubabwerfende Heckenpflanzen wie Hain- oder Blutbuche werden im Herbst eingepflanzt, da das Laub dann schon abgefallen ist, sie aber noch nicht frisch ausgetrieben haben. Falls doch, schneiden Sie die Triebe auf jeden Fall nach dem Einpflanzen noch ab.

Wurzelnackte Rosen

Auch für das Einpflanzen wurzelnackter Rosen ist der November optimal. Vor dem Einsetzen in die Erde sollten Sie die Wurzeln an den Spitzen kürzen und die Rosen dann für einige Stunden in einen gefüllten Wasserbehälter stellen. Beim Einpflanzen bitte unbedingt darauf achten, dass die Veredelungsstelle auch noch ein Stückchen unter der Erde liegt (ca. 2 cm). Wenn Sie dann zur Erde noch etwas Kompost als „Nahrung“ dazugeben, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Obstbäume

Sogar wurzelnackte Obstbäume kann man noch im November einpflanzen. Wie bei den Rosen gilt auch hier: Die Pflanzen freuen sich über Kompost. Dieser dient übrigens nicht nur als Nährstofflieferant, sondern auch als natürlicher Frostschutz. Die Obstsorten, die sich für das späte Pflanzen am besten eignen, sind Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume. Mit dem Einsetzen von Aprikosen- bzw. Pfirsich- und Walnussbäumen sollten Sie lieber bis zum Frühling warten.

Kahlschnitt vor dem Winter

Nicht nur Gehölze und Stauden sollten in dieser Jahreszeit geschnitten werden, auch für den Rasen ist eine letzte Runde Mähen vor dem Wintereinbruch gut. Wichtig ist dabei, das gemähte Gras und Laub etc. nicht auf dem Rasen liegen zu lassen, sonst kann sich Schimmel bilden. Denn auch im Winter sollte der Rasen luftdurchlässig bleiben und genügend Sonnenlicht abbekommen.

Schutz gegen Frost

Vor allem die Gewächse, die Sie gerade frisch gepflanzt haben, müssen nun vor dem bevorstehenden Frost geschützt werden. Das Gute an einem Garten ist ja, dass es eigentlich nichts gibt, was nicht genutzt werden kann – er bietet selbst alle Mittel zur Gartenpflege! Und daher ist es doch wirklich praktisch, das mühsam zusammengerechte gemähte Gras und Laub als natürliches Frostschutzmittel zu verwenden.

  • Laub, das leicht verrottet, kann direkt auf die Beete oder auf unter Sträuchern und Bäumen verteilt werden. Buchen-, Kastanien-, Eichen- oder Walnusslaub dagegen verrottet sehr langsam und muss deshalb vorher geschreddert werden. Dann können Sie es mit viel Rasenschnitt und Küchenabfällen vermischen und kompostieren.
  • Bevor Sie die Beete mit dem Winterschutz bedecken, müssen diese erst noch von Unkraut befreit und die Pflanzen beschnitten werden (falls nötig). Dann eignen sich neben Laub und gemähtem Gras auch Kompost, Mulch oder andere Gartenabfälle als guter Frostschutz.
  • Tragen Sie dabei aber nicht zu dick auf: Eine Schicht bis zu 2-3 cm reicht völlig. Wenn Sie den Humus oder Kompost in die frisch geharkte Erde der Beete einarbeiten, ist sie im kommenden Frühjahr wunderbar locker und fruchtbar.

Achtung: Klassische Beetstauden benötigen, wie der Rasen selbst, genügend Licht und Luft.

Kübelpflanzen richtig überwintern

Für das optimale Winterquartier von Kübelpflanzen muss man etwas mehr vorsorgen. Je nachdem, in welchen klimatischen Bedingungen man wohnt, kann es bei weniger empfindlichen Gewächsen eventuell ausreichen, die Pflanzkübel entlang der Hauswand aufzustellen.

  • Vorher muss man den Kübeln natürlich noch ihren „Schneeanzug“ anziehen: Luftpolsterfolie oder Matten, zum Beispiel aus Kokosfasern, halten schön warm. Natürlich gibt es auch spezielles Vlies und sogar Kälteschutzmatten für die Pflanzen.
  • Falls das nicht ausreichen sollte, geht es für die Kübelpflanzen ab ins Haus – ins Gewächshaus, um genau zu sein. Ein Wintergarten eignet sich natürlich ebenso gut wie ein heller Flur. Der Raum sollte auf jeden Fall hell sein und nicht zu warm. Temperaturen zwischen 6 und 10 Grad Celsius sind optimal. Außerdem darf die Erde im Kübel nicht zu nass sein. Und wie bei den Pflanzen im Freien, sollten auch bei den Kübelpflanzen verwelkte Teile abgeschnitten werden.

Und zum Schluss haben wir noch einen Extra-Tipp für Sie: Sollten Sie zu viel Laub im Garten und außerdem nicht wissen, wohin mit den abgeschnittenen Ästen, freut sich der Igel. Bauen Sie einfach einen lockeren Haufen aus Laub und Beschnitt, und schon fühlen sich die stacheligen Tierchen im Winter wohl.

Sind Sie neugierig geworden auf spätherbstliche Gartenaktivitäten? Bei Fragen rund um den winterfesten Garten, hilft Ihnen Meister & Meister gerne! Und wenn Sie es sich lieber vor dem Kamin gemütlich machen: Unsere Gartenflatrate in und um Hamburg gilt natürlich auch für die Wintermonate. Sie erreichen uns telefonisch unter 040 – 822 61 55 oder über unser Kontaktformular!