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6. November 2015

So schützen Sie Ihre immergrünen Gehölze vor Kälte und Frost

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Winterzeit: Der Boden ist noch gefroren, aber die Sonne heizt Rhododendron, Azaleen, Stechpalme, Kirschlorbeer und anderen wintergrünen Gehölzen ordentlich ein. Der Effekt: Über die Blätter findet eine erste Verdunstung statt. Was es der Pflanze sonst ermöglicht, eine Wassersäule bis in die Spitzen zu erzeugen, wird in solchen Situationen todbringend – denn die tiefgefrorenen Wurzeln nehmen noch kein Wasser auf.

Um das zu verhindern, ist ein entsprechender Schutz vor Kälte und Frost nötig. Das Team von Meister & Meister hat für Sie ein paar Tipps zusammengestellt, mit denen Ihre Pflanzen ohne Schaden durch den Winter kommen.

Sonnige Tage und Frost – die größte Gefahr für Ihre Pflanzen

Nicht nur Frost droht den immergrünen Gehölzen, sondern vor allem Sonne und Minustemperaturen: Die Materialspannung, die durch die Temperaturunterschiede entsteht, kann das Holz richtiggehend spalten oder die Rinde aufplatzen lassen. Die Blätter rollen sich auf, um die Transpiration zu reduzieren und Verdursten zu verhindern. Diese Phänomene wiegen einander aber nicht auf, wodurch es zum Verdorren der Pflanze (sog. Frosttrocknis) führt.

Winterlicher Kälteschutz von Gehölzen

Im Herbst (besonders dann, wenn es trocken ist), kommt dem ausreichenden Gießen der Pflanzen sehr große Bedeutung zu: Das gespeicherte Wasser wird dann im Winter bei Bedarf verbraucht. Pflanzen, die überdacht stehen, können Sie im Winter mit Schnee bestäuben – er schützt sie vor Kälte und Wind. Bei strengen Frösten ohne Niederschlag besprühen Sie Blüten und Blätter mit fein zerstäubtem Wasser. Der dünne Wasserfilm gefriert, verhindert dadurch die Verdunstung und wirkt zudem frostschützend.

Mit Reisig oder Stroh hingegen können Sie den Wurzelbereich Ihrer Pflanzen schützen: Auf diese Weise bleibt die Temperatur im Boden über die ganze Winterzeit hinweg konstant, wodurch Sie das Verdunsten von Wasser hemmen. Auch Winterschutzvliese eignen sich als effektiver Schutz: Sie sind atmungsaktiv, licht- und wasserdurchlässig und beugen gleichzeitig übermäßiger Verdunstung vor.

Die Stämme junger Bäume können Sie im Herbst mit weißem Leim bepinseln – mithilfe der weißen Farbe unterstützen Sie die Reflexion des Sonnenlichts.

Übrigens: Der Baumschnitt im Winter ist nicht zwangsläufig verboten; unter bestimmten Voraussetzungen bieten die Wintermonate sogar gute Voraussetzungen für Schnittarbeiten!

Frost- und Kälteschutz zur richtigen Zeit anbringen

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Sobald sich leichter Frost von bis zu -5°C ankündigt, heißt es, die Pflanzen mit einer winterlichen Ummantelung auszustatten – allerdings nicht früher: Sollten Sie sie bei Plusgraden anbringen, dann können bestimmte Pflanzenteile verfaulen. Zu früh bedeckte Gehölze sind übrigens auch ein guter Überwinterungsort für verschiedene Nagetiere. Sobald die Baumpflege im Frühling beginnt, können Sie den Kälteschutz wieder entfernen.

Tipp: Achten Sie beim Bedecken mit Reisig darauf, dass die Schicht nicht zu dick gerät. Der Boden braucht nämlich Luft, damit die Pflanzen keine Pilzkrankheit wie Grauschimmel erleiden.

Gerne ist Ihnen das Gärtnerteam von Meister & Meister auch während des Winters bei der Gartenarbeit behilflich – am bequemsten in Form unserer Gartenflatrate, bei der wir alle saisonalen Arbeiten ganz automatisch für Sie übernehmen!