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3. April 2015

Gartenwege anlegen – so gestalten Sie sie sinnvoll

gartenwege

Gerade im norddeutschen Winter mit seinen ergiebigen Niederschlägen sind gepflasterte Wege im Garten ein Muss. In ein entsprechendes Konzept eingearbeitet und perfekt geplant und ausgeführt erleben Sie Ihren Garten damit trockenen und sauberen Fußes aus allen Perspektiven.

Wegeführung: Den Verlauf planen

Beim Anlegen von Gartenwegen kommt der Planung eine immens wichtige Rolle zu: Die Wegführung muss durchdacht sein, schließlich möchten Sie schnellstmöglich Ihren Garten durchqueren. Verläuft ein Weg nicht logisch und sinnvoll, werden Sie bald Besucher – und auch sich selbst – dabei ertappen, wie sie Abkürzungen suchen. Mit der Konsequenz, dass zum Beispiel Ihr Rasen leidet – was Sie ja gerade mit dem Gartenweg verhindern wollten.

Ein Weg muss kurz, geradlinig und breit sein. Zwei Menschen müssen bequem nebeneinander hergehen können, ohne auf Beete oder Rasen ausweichen zu müssen. Vermeiden Sie Stufen und Treppen – so weit möglich. Denn sie sind eine Gefahrenquelle und für die Stolperfallen und dadurch auftretenden Unfälle in Ihrem Garten sind Sie verantwortlich!

Materialien: Die Qual der Wahl

Nächster Planungsschritt ist die Materialwahl. Ob Betonsteine oder Naturstein-, Klinker- oder Kiesweg: Jeder Stein bzw. jedes Material hat eine ganz eigene und spezielle Wirkung. Nicht nur optisch, sondern auch in Bezug auf Wasserdurchlässigkeit oder Rutschfestigkeit. Mit Sicker- oder Drainagepflaster sorgen Sie dafür, dass Ihre Wege Wasser durchlassen und im Winter zum Beispiel weniger schnell überfrieren. Manchmal profitieren Sie sogar von niedrigeren Abwassergebühren, wenn Sie Sickersteine verwenden. Erfragen Sie das in Ihrer Kommune!

Um Ihnen die Materialwahl leichter zu machen, empfehlen wir Ihnen, die Umgebung zu berücksichtigen: Weggestaltung und übrige Gartengestaltung bzw. die Architektur Ihres Hauses sollten sich ergänzen. Moderne Plattenwege mit Natursteinplatten passen zum Beispiel schlecht zu einem rustikalen Bauernhaus – aber gut in einen modischen Stadtgarten. Noch ein Tipp ist, sich vor dem Kaufen der Steine schon Gedanken über Verlegemuster zu machen. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten – vom Fischgrät-Muster bis hin zum Reihenverband ist alles möglich. Farbige Akzente machen Ihr Pflaster lebendig.

Der richtige Unterbau für Ihren Gartenweg

Doch mit dem Verlegen der Pflastersteine ist es beim Anlegen eines Gartenwegs nicht getan: Er braucht vor allem erst einmal einen anständigen, professionellen Unterbau. Entfällt diese Tragschicht, kommt es schon bald dazu, dass sich der Pflasterbelag verschiebt.

Schachten Sie das Erdreich für Ihren Gartenweg etwa 30 bis 50 Zentimeter aus – die exakte Tiefe hängt von Ihrer Region und den klimatischen Bedingungen ab. Füllen Sie diesen Graben mit Kies, Splitt oder Pflastersand. Auf dieses Sandbett bzw. diese Kiesschicht können Sie Ihr Pflaster verlegen.

Tipp vom Meister: Gartenpfade selber anlegen

Falls Sie nur einen kleinen Pfad zum Kompost anlegen wollen, können Sie sich mit einem guten Tipp von Meister & Meister auch selbst helfen. Legen Sie einen einfachen Mulchweg an. Damit der Untergrund gut Wasser abführt, heben Sie den Weg gut 20 bis 25 Zentimeter aus und füllen ihn mit 10 bis 15 Zentimeter Schotter auf.

Dann decken Sie ihn mit geschredderten Holzabfällen oder groben Rindenmulch ab. Besonders haltbar ist Kiefern- oder Pinienrinde, weil sie durch das Harz vor dem Verrotten geschützt ist. In den ersten Jahren müssen Sie immer wieder Material nachschütten, weil das Ganze jährlich um einige Zentimeter zusammensackt.